Digitale Verteidigung
Mehr Soldatinnen und Soldaten allein schaffen noch keine erhöhte Einsatzbereitschaft. Damit eine wachsende Reserve schnell, zuverlässig und effizient verfügbar ist, braucht es leistungsstarke digitale Strukturen und durchgängig digitalisierte Prozesse.
Mit dem geplanten Reservestärkungsgesetz stellt die Bundesregierung wichtige Weichen für die personelle Stärkung der Bundeswehr, wie sie bereits in der im April durch das Verteidigungsministerium vorgelegten Militärstrategieumrissen worden war:
Bis 2035 soll die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten auf 260.000, die Zahl der Reservisten auf 200.000 steigen, sodass insgesamt 460.000 Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung stehen können.
Das Reservestärkungsgesetzzieht für die Reserve dieses Personalziel nun bereits auf 2033 vor und formuliert als Ziel, die Verteidigungsfähigkeit durch gut ausgerüstete, einsatzbereite sowie schnell und verlässlich verfügbare Reservistinnen und Reservisten maßgeblich zu steigern.
Ein personeller Aufwuchs der Bundeswehr ist ein wesentliches Element für eine gestärkte sicherheitspolitische Rolle Deutschlands. Wie aber auch der Bitkom in seinen Positionen zum Reservestärkungsgesetz deutlich macht, lässt sich eine leistungsfähige Reserve – ebenso wie eine einsatzbereite Bundeswehr als Ganzes – nur auf Basis konsequent digitalisierter Prozesse erreichen.
Im Fall der Reservisten etwa sind viele zentrale Abläufe in der Verwaltung und Steuerung noch papierbasiert und damit zu langsam und zu fehleranfällig, um die Anforderungen an Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft zu erfüllen.
Konsequent Ende-zu-Ende digital gedachte und umgesetzte Prozesse, digitale Identitäten, digitale Verfahren, Plattformen und Apps zur Planung und Steuerung von Verfügbarkeiten und digital gestützte Ausbildung zur Sicherung und Erhaltung wichtiger Kompetenzen sind zentrale Beispiele.
Wenn moderne IT-Systeme Menschen, Fähigkeiten, Material und Prozesse sicher und effizient miteinander verbinden entsteht eine leistungsfähige ebenso wie schnell und flexibel einsatzbereite Reserve.
Defense-Spezialist Dennis Ruf, der nach erfolgreichen leitenden Tätigkeiten bei Vodafone, Oracle und Gartner jetzt mit seiner langjährigen Erfahrung rund um Technologie, Kommunikation und Digitalisierung im Verteidigungssektor seit Juni conet als Senior Vice President Sales Defense verstärkt, kommentiert:
„Mehr Personal allein schafft keine Einsatzbereitschaft. Wir müssen die Reserve aus dem analogen Zeitalter holen: Digitale Lösungen für Verfügbarkeit und Identitätsmanagement sind heute eine operationelle Notwendigkeit, um zivile Talente effizient und sofort abzurufen.“
Mit der geplanten verbindlicheren Heranziehung von Reservistinnen und Reservisten rückt auch die Rolle der Wirtschaft stärker in den Fokus. Unternehmen stehen künftig vor der Herausforderung, ihre betriebliche Planung mit den Anforderungen einer wachsenden Reserve in Einklang zu bringen. Gleichzeitig eröffnet sich die Chance, die in der Wirtschaft vorhandenen Kompetenzen gezielt für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands nutzbar zu machen.
Auch hierfür sind moderne digitale Verfahren unerlässlich, um Transparenzdarüber zu erhalten, welche Mitarbeitenden als Reservisten aktiv sind leisten, wann Einsätze oder Übungen anstehen und welche Auswirkungen dies auf den Geschäftsbetrieb haben kann. Zugleich können zentrale Planungsplattformen auch dazu genutzt werden, spezialisierte Fähigkeiten, Fachwissen oder Sprachen, die für die Bundeswehr strategischen Mehrwert bieten, umfassend zu erfassen und im Bedarfsfall zu nutzen.
„Damit der Aufwuchs der Reserve nicht zu Lasten des laufenden Betriebs geht, brauchen Unternehmen Planungssicherheit. Transparente, IT-gestützte Verfahren sind der Schlüssel, um zivile Fachkenntnisse der Reservisten ohne organisatorische Blindflüge für die Truppe nutzbar zu machen.“ – Dennis Ruf, Senior Vice President Sales Defense, conet
Als Partner der Bundeswehr seit nahezu 40 Jahren kennt conet die notwendigen Anfordernisse ebenso wie pragmatische und einsatztaugliche Lösungen. Resiliente digitale Infrastrukturen, sichere IT-Systeme und durchgängig digitale Prozesse machen Informationen nutzbar, unterstützen Entscheidungen und sorgen für zuverlässige und beschleunigte Abläufe, um schneller und wirksamer zu handeln.
conet verbindet tiefes Verständnis der fachlichen Anforderungen an die Digitale Verteidigung mit technologischer Kompetenz und operativer Umsetzung:
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