Scrum und Business Intelligence: 8 goldene Regeln für Ihr erfolgreiches BI-Projekt

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  • 29. Mai 2019

Oft scheitern Projekte aus vermeidbaren Gründen. Verantwortlichkeiten sind unklar. Unnötige Detailarbeit verzögert den Projektablauf. Und eh man den Schlamassel bemerkt, ist es schon zu spät. Lesen Sie, wie Sie die Scrum-Prinzipien für Ihr Business-Intelligence-Projekt erfolgreich einsetzen.

Höher, schneller, weiter? Optimieren Sie Ihr BI-Projekt mit unseren acht Scrum-Tipps.

Höher, schneller, weiter? Optimieren Sie Ihr BI-Projekt mit unseren acht Scrum-Tipps.

Mit Scrum lassen sich Projekte flexibel und mit hoher Geschwindigkeit bearbeiten. Aber wie ist das möglich? Eine engmaschige Kommunikation, eine hohe Anpassungsfähigkeit sowie klar verteilte Rollen und flache Hierarchien beschleunigen Ihr Projekt.

Business-Intelligence-Projekte weisen ein paar typische Eigenheiten auf, auf die Sie die Scrum-Grundsätze anpassen müssen. So zeichnen sich BI-Projekte beispielsweise durch eine hohe Datenmenge sowie verschiedene komplexe Systeme aus, die aufeinander abgestimmt oder erneuert werden müssen. Da heißt es, nicht verzagen, sondern den Anfang wagen. Starten Sie mit Praxistipp Nummer eins.

1. Weniger Zeit für die Anforderungsanalyse verwenden

Die Anforderungsanalyse ist der Beginn eines jeden Projekts. Aber aufgepasst! Wenn Sie in dieser Phase zu lange verharren, verlieren Sie wertvolle Zeit. Viele Kunden konkretisieren ihre Wünsche ohnehin erst im Laufe des Projekts. Analysieren Sie deshalb die Anforderungen anfangs nicht bis ins kleinste Detail und beginnen Sie zeitnah mit der Visualisierung.

2. Erste Ergebnisse frühzeitig besprechen

Sie haben eine erste Lösung ausgearbeitet? Sehr gut! Besprechen Sie diese bereits vor dem Review mit dem Product Owner, kundenseitigen Ansprechpartnern und den Endanwendern. So sparen Sie Zeit und kommen im Projekt schnell voran.

3. Den Product Owner mit Bedacht wählen

Der Product Owner ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in Ihrem Projekt. Haben Sie eine Wahl getroffen, sensibilisieren Sie ihn für seine Aufgaben und kommunizieren Sie Ihre Erwartungen.

Eine Symbiose: Scrum Master, Product Owner und Team arbeiten parallel und im engen Austausch miteinander

Eine Symbiose: Scrum Master, Product Owner und Team arbeiten parallel und im engen Austausch miteinander.

Ideale Eigenschaften eines Product Owners:

  • Der Product Owner kennt das Produkt.
  • Er vertritt die Bedürfnisse des Kunden.
  • Er ist fachlich mit Business Intelligence vertraut.
  • Er beherrscht den Umgang mit Daten.
  • Der Product Owner kann die Produktvision in konkrete Backlog-Einträge überführen.
  • Er motiviert Andere und delegiert Aufgaben.
  • Er übernimmt Verantwortung.

4. Cross-funktionales BI-Team zusammenstellen

Business-Intelligence-Projekte sind komplex. Sie benötigen also ein Team mit einem breiten Mix an Fähigkeiten – bestehend aus Architekt, Fachexperte, Methodenexperte sowie weiteren Entwicklern.

Der Architekt kennt die Applikationsbestandteile sowie die Produktvision – beziehungsweise eignet sich dieses Wissen an. Der Fachexperte ist in der Lage, fachliche Anforderungen in technische Spezifikationen zu übersetzen. Ein Methodenexperte verbessert kontinuierlich den Entwicklungsprozess, minimiert Redundanzen und steigert so die Performance.

Setzen Sie DevOps in Ihrem BI-Projekt ein, reagieren Sie agiler auf Anpassungen der Datenbankinfrastruktur und beschleunigen die Produktivsetzung eines Inkrements.

Setzen Sie DevOps in Ihrem BI-Projekt ein, reagieren Sie agiler auf Anpassungen der Datenbankinfrastruktur und beschleunigen die Produktivsetzung eines Inkrements.

5. DevOps-Prinzipien anwenden

Bei Business-Intelligence-Lösungen wächst schnell die Menge der Daten. Dies kann zu Performance-Problemen und langen Feedback-Schleifen führen. Mit DevOps wirken Sie dem entgegen, indem Sie das Zusammenspiel zwischen Entwicklung (Development, Dev) und IT-Betrieb (Operations, Ops) verbessern. Arbeiten Sie in Ihrem BI-Projekt eng mit dem IT-Betrieb zusammen, profitieren Sie von der Datenbankkompetenz aus diesem Bereich.

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6. Qualitätskriterien transparent definieren

Die Validierung der Datenqualität ist eine kontinuierliche Aufgabe für Ihr BI Team. Stimmen Sie sich dafür eng mit dem Product Owner ab und definieren Sie mit ihm die Kriterien für die ausreichende Datenqualität. Transparent kommuniziert, schaffen diese Kriterien Vertrauen in die Ergebnisse.

7. Sprint Review Stakeholder-freundlich gestalten

Die meisten Stakeholder interessieren sich vor allem für die Wertschöpfung, die Sie mit der neuen Lösung erreichen. Stellen Sie deshalb bei Ihrer Demo die Features und die Ergebnisse im Frontend ins Rampenlicht. Technische Details besprechen Sie mit interessierten Stakeholdern besser separat.

8. Alle Beteiligten mitnehmen

Eine eingeschworene Gemeinschaft? Für ein erfolgreiches BI-Projekt unbedingt! Damit sich das volle Potenzial von Scrum entfaltet, müssen zumindest die beteiligten Stellen die agile Vorgehensweise verstehen und anwenden. Dabei spielen das Mindset und die strenge Einhaltung der kurzfristigen Zyklen eine ganz entscheidende Rolle. Um Scrum erfolgreich einzusetzen, leben Sie es.

Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns einfach einen Kommentar oder rufen Sie uns gerne an.

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Timo Wirtz

Projektmanager Business Intelligence bei CONET
Timo Wirtz ist zertifizierter Scrum Master und arbeitet als Projekt- und Anforderungsmanager bei CONET im Bereich Business Intelligence. Zuvor war er bei der Bundeswehr und der Fraunhofer-Gesellschaft tätig.
Timo Wirtz

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