Den Überblick über soziale Medien behalten: Auf dem Weg zur Monitoring- und Analyse-Plattform

Wie lässt sich das Internet und wie lassen sich speziell die sozialen Medien monitoren? Wie gelingt es, relevante Informationen, Falschinformationen, Meinungen und Trends zeitnah zu erfahren und in Bezug auf den eigenen Bedarf zu analysieren? Das Fraunhofer FKIE hat für diese Aufgabe mit NewsHawk® ein Werkzeug entwickelt. CONET plant mit einer darauf aufbauenden Plattform, die Ergebnisse der Forscher für Kunden in allen Bereichen einsetzbar zu machen. Was entstehen kann, wenn State-of-the-art-Forschung mit Service-orientierter Denkweise kombiniert wird, skizzieren wir in diesem Blog-Beitrag. 

Die Plattform im Detail: Von der Datenerfassung zur Datenvisualisierung

Die anvisierte Plattform kann für den Nutzer relevante Inhalte sammeln, erfassen, analysieren und visualisieren. Sie wird sich hervorragend dazu eignen, soziale Medien zu monitoren. Die Plattform lässt sich für verschiedene Fragestellungen vielseitig einsetzen. Sie besteht aus drei Bausteinen:

  • Datenerfassung: Im ersten Schritt werden relevante Beiträge erkannt und in einer smarten Datenbank abgelegt.Jeder Nutzer kann dabei seine Interessen individuell über Stichwörter einstellen, die untereinander priorisiert, regelhaft verknüpft und jederzeit aktualisiert werden können.
  • Datenauswertung: Im zweiten Schritt arbeitet die Plattform die Beiträge statistisch und analytisch auf. Durch verschiedene Methoden, etwa statistische Verfahren, Natural Language Processing (NLP), aber auch Machine Learning / Deep Learning, werden Zusammenhänge herausgearbeitet.
  • Datenvisualisierung: Im dritten Schritt werden die erkannten Ergebnisse, Zusammenhänge und Kontexte, die zu einem Themenkomplex beitragen – wie beispielsweise Kommunikationsnetzwerke zwischen Social-Media-Nutzern – anwendergerecht visualisiert. Über die interaktive, grafische Benutzeroberfläche können auch unerfahrene User schnell Informationen erkennen und die für ihre Fragestellungen relevanten Ergebnisse ablesen. Dies wird durch die konsequente Umsetzung ergonomischer Prinzipien garantiert.

Je nach Bedarf und Art der Analysefragestellung werden verschiedene Analysemodule kombiniert und zusammengeschaltet. Die Module sind sowohl für Online- als auch für aufwendige Offline-Analysen geeignet.

Einsatzbereiche der Analyse-Plattform

Die Analyse-Plattform ist ein flexibles Tool und grundsätzlich für alle Anwendungen geeignet, bei denen:

  • unstrukturierte oder teilstrukturierte große Textmengen vorliegen,
  • zwischen den Einzeltexten Beziehungen bestehen, die aber nicht direkt erkennbar sind,
  • in großen Datenmengen Zusammenhänge und Auffälligkeiten gezielt erkannt werden sollen.

Durch die Zusammenarbeit von CONET mit dem Fraunhofer FKIE werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Verfahren, etwa in den Bereichen NLP und Machine Learning, die sich im NewsHawk® bewähren, adaptiert und stehen damit Nutzern der Plattform zur Verfügung.

Abbildung: Der NewsHawk® visualisiert Schwerpunktthemen und Netzwerke, zum Bespiel Follower-Netzwerke. (Quelle: Fraunhofer FKIE)

Der NewsHawk® visualisiert Schwerpunktthemen und Netzwerke, zum Bespiel Follower-Netzwerke. (Quelle: Fraunhofer FKIE)

Beispiel: Social-Media-Analyse

Eine zentrale Anwendung der Analyse-Plattform ist die Beobachtung von sozialen Netzwerken (im Speziellen Twitter). Nach der ersten Eingabe möglicher Schlüsselwörter werden die relevanten Schlüsselwörter und Hashtags schnell erkannt, sodass eine Adaption der Schlüsselwörter erfolgt. Danach können über ein Echtzeit-Monitoring der sozialen Netzwerke beispielsweise folgende Aspekte erkannt werden:

  • Themen werden verstärkt diskutiert
  • bestimmte Netzwerke von Nutzern besetzen ein Themengebiet
  • Beeinflussung des Themas durch einzelne Nutzer (Influencer) innerhalb des sozialen Netzwerks
  • Themenverschiebungen von Diskussionen (etwa von positiver zu negativer Wahrnehmung)
  • Identifikation wichtiger (einflussreicher) Einzel-Tweets

Die Plattform wird auf einem zentralen Server laufen und über eine Web-Schnittstelle angesprochen. Mit entsprechenden Zugangsberechtigungen kann das Tool genutzt und individuell konfiguriert werden. Das Beispiel zeigt, wie CONET Prozess- und Technologie-Know-how mit jahrelanger Projekterfahrung vereint. Für unsere Kunden eröffnen sich damit unerwartete – und manchmal auch ungewöhnliche – Potenziale und Möglichkeiten.

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Über den Autor

Prof. Dr. Ulrich Schade ist Forschungsgruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE

Principal Consultant Data Intelligence bei CONET Solutions GmbH | Beiträge

Ulrike Pick leitet bei der CONET Solutions GmbH den Lösungsbereich Data Intelligence. Die staatlich geprüfte Informatikerin verfügt über umfangreiche Erfahrung in Anwendungsentwicklung, Lösungskonzeption und Projektleitung in den Bereichen Datenanalyse und Informationsqualität, Business Analytics und Big Data.

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